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Entdecken Sie den Blockdruck: Geschichte, Kunst und Techniken

Der Aufstieg der „Indiennes" und das königliche Verbot

Vor der Ära der Fast Fashion gab es eine Kunstform, die die Textilindustrie revolutionierte: der Handblockdruck. Dieses nachhaltige und komplexe Handwerk verwandelt einen einfachen Stoff in eine Leinwand voller Geschichten und Traditionen, mithilfe von Holzstempeln, die von erfahrenen Kunsthandwerkern geschnitzt werden.

Der Handblockdruck war in Frankreich durch den Handel mit der Ostindien-Kompanie in Indien so beliebt, dass es verboten wurde, ihn herzustellen, zu importieren und sogar zu tragen!

Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Hersteller von Luxusseide und -holz in Frankreich zu schützen. Doch selbst Gefängnisstrafen konnten nicht verhindern, dass diese Kunst aufgrund ihrer sehr hohen Nachfrage blühte.

Dieses Verbot wurde schließlich 1759 aufgehoben, und Mulhouse, eine freie Stadt bis 1798, wurde zu einem Zentrum dieser neuen Industrie. Wir können diesen Teil der Geschichte mit unseren Klischees und einem Besuch im Stoffdruckmuseum in Mulhouse wiederentdecken.

Dieses 1833 gegründete Museum beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen bedruckter Textilien der Welt, mit Millionen von Mustern aus drei Jahrhunderten.

Wenn das Verbot eine protektionistische Maßnahme war, so zeigt es auch die unglaubliche weltweite Nachfrage nach diesen lebhaften, von Indien inspirierten Stoffen, die in Europa als „Indiennes" bekannt waren. In Indien finden sich die wahren Ursprünge und eine erstaunliche Vielfalt dieser Drucktraditionen.

Indischer Künstler beim Schnitzen eines Blocks

Die zeitlose Kunst Indiens: Die Stile verstehen

Die verschiedenen Formen des Handblockdrucks umfassen Ajrakh, Bagru, Sanganeri, Bagh, Dabu und Kalamkari. Die Hauptunterschiede zwischen den Druckstilen liegen in ihrer geografischen Herkunft, ihren charakteristischen Mustern und den spezifischen Färbe- und Drucktechniken.

  • Ajrakh: Ursprünglich aus Gujarat und Rajasthan (Kutch und Barmer), ist Ajrakh für seinen komplexen mehrstufigen Prozess mit bis zu 14 Schritten bekannt. Er zeichnet sich durch die Verwendung von Reservefärbung aus, bei der eine Paste aufgetragen wird, um zu verhindern, dass die Farbe bestimmte Bereiche erreicht. Die Designs zeigen komplexe geometrische und florale Muster, und die Farbpalette beschränkt sich in der Regel auf eine atemberaubende Kombination aus tiefem Indigo und Karmesinrot.
  • Bagru: Von der Chippa-Gemeinschaft im Dorf Bagru in Rajasthan praktiziert, kombiniert dieser Stil die Verwendung von natürlichen Pflanzenfarbstoffen und eine einzigartige Reservedruckmethode namens Dabu. Bagru-Drucke zeichnen sich durch ihre erdigen Töne aus – oft Schwarz, Rot und Blau – auf rohen Baumwollstoffen. Die Muster sind in der Regel traditionelle florale und geometrische Designs.
  • Sanganeri: Ursprünglich aus Sanganer, einer Stadt in der Nähe von Jaipur in Rajasthan, ist dieser Stil für seine zarten und feinen Details bekannt. Im Gegensatz zu Bagru werden Sanganeri-Drucke traditionell auf weißem oder hellem Hintergrund mit dicht gedruckten, komplexen floralen Mustern (Butas und Bel) ausgeführt. Die verwendeten Farben sind oft hell und pastellfarben.
  • Bagh: Dieser Stil stammt aus dem Bagh-Distrikt im Bundesstaat Madhya Pradesh. Er zeichnet sich durch seine kühnen und symmetrischen Muster aus, die oft von der Natur und antiken Gemälden inspiriert sind, wie denen des Taj Mahal. Die vorherrschenden Farben sind eine auffällige Kombination aus Rot und Schwarz, die durch einen arbeitsintensiven Prozess erzielt wird, bei dem der Stoff im Bagh-Fluss gewaschen wird, um die gewünschten Farben zu erhalten.
  • Dabu: Eine einzigartige Drucktechnik auf Schlammharzbasis, die hauptsächlich aus Rajasthan stammt. Das Verfahren besteht darin, eine Schlammpaste auf den Stoff aufzutragen, ihn mit Sägemehl zu bedecken und dann zu färben. Die mit Schlammpaste bedeckten Bereiche werden nicht gefärbt, wodurch nach dem Abwaschen des Schlamms ein wunderschönes und komplexes Muster entsteht. Dabu ist eine Technik, die oft in Verbindung mit anderen Stilen wie Bagru verwendet wird.
  • Kalamkari: Obwohl es sich ebenfalls um eine Form von handbedrucktem Textil handelt, ist Kalamkari aus Andhra Pradesh eine hybride Kunstform, die sowohl Handmalerei als auch Blockdruck kombiniert. Der Name, abgeleitet von „kalam" (Stift) und „kari" (Arbeit), bezieht sich auf die Verwendung eines stiftähnlichen Werkzeugs zum Zeichnen von Konturen und Mustern, die dann mit Naturfarbstoffen gefüllt werden und oft mythologische Geschichten und epische Szenen darstellen.
Blöcke für den Druck

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